Berlin, die Hauptstadt Deutschlands, liegt im norddeutschen Tiefland auf 34 Metern über dem Meeresspiegel (Normalnull). Die Stadt erstreckt sich über das Berliner Urstromtal, das am Ende der letzten Eiszeit von Schmelzwasserströmen geformt wurde. Als Verkehrsknotenpunkt im weiten Tiefland war Berlin ideal für Wachstum und Handel.
Kurzinfo auf einen Blick
| Höhe über NN | 34 m |
|---|---|
| Tiefster Punkt (Stadtgebiet) | 28 m |
| Höchster Punkt (Stadtgebiet) | 80 m |
| Koordinaten | 52.5200° N, 13.4050° E |
| Bundesland | Berlin |
Topografie: Wie ist das Stadtgebiet geformt?
Die tiefsten Punkte liegen entlang von Spree und Havel auf 28–30 m über NN. Im Westen, im Bereich des Grunewalds und Spandauer Forsts, steigt das Gelände auf bis zu 80 m. Der Teufelsberg (120 m) ist ein Schuttberg aus Kriegstrümmern – Berlins höchster künstlicher Hügel.
Höhen nach Stadtteilen
| Stadtteil / Bereich | Höhe über NN |
|---|---|
| Stadtmitte / Mitte | 30–35 m |
| Prenzlauer Berg | 55–70 m |
| Grunewald / Teufelsberg | 50–80 m |
| Spandau (Havelniederung) | 28–32 m |
| Köpenick (Dahme-Tal) | 30–34 m |
| Pankow | 45–60 m |
Klima und Höhe: So wirkt sich die Lage aus
Mit 34 m über NN ist der Einfluss der Höhe auf das Berliner Klima minimal. Das Stadtklima ist kontinental geprägt mit warmen Sommern und kalten Wintern. Hochwasserrisiken bestehen in den Spree- und Havel-Talauen der Bezirke Spandau und Köpenick.
Interessante Fakten zur Höhenlage
- Berlin liegt tiefer als viele europäische Hauptstädte – Wien (171 m), Prag (235 m) oder Bern (549 m).
- Der Teufelsberg (120 m) ist Berlins höchster Punkt – ein Schuttberg aus dem Zweiten Weltkrieg.
- Die Spree fließt durch Berlin auf 30–33 m – nur knapp über Normalnull.
- Im Havel-Talboden liegt das Gelände stellenweise nur 28 m über NN.
Städtevergleich – Höhe in der Region
Berlins Lage – historisch und geografisch bedeutsam
Die außergewöhnlich flache Lage Berlins im Urstromtal ist nicht nur ein geografisches Merkmal – sie hat Geschichte geschrieben. Im Zweiten Weltkrieg ermöglichte das flache Umland die historische Berliner Luftbrücke (1948/49), bei der Versorgungsflugzeuge auf den tief gelegenen Flughäfen Tempelhof und Tegel landen konnten. Ohne die ebene Topografie wäre die Anlage dieser innerstädtischen Flughäfen nie möglich gewesen.
Das Berliner Urstromtal entstand vor etwa 12.000 Jahren, als gewaltige Schmelzwasserströme der letzten Eiszeit durch das norddeutsche Tiefland strömten. Heute liegt die Berliner Innenstadt nur knapp 4–6 Meter über dem mittleren Wasserspiegel von Spree und Havel. In nassen Jahren steigt der Grundwasserspiegel in Teilen Neuköllns und Spandaus bis auf 1–2 Meter unter die Geländeoberfläche.
- Der tiefste bebaute Punkt Berlins liegt in Teilen von Spandau bei nur 28 m ü. NN – kaum höher als der Wasserstand der Havel.
- Der Teufelsberg (120,1 m) wurde zwischen 1950 und 1972 aus 25 Millionen Kubikmetern Kriegsschutt aufgeschüttet.
Häufige Fragen zur Höhe von Berlin
Wie hoch liegt Berlin über dem Meeresspiegel?
Berlin liegt im Durchschnitt 34 Meter über NN. Je nach Stadtteil variiert die Höhe von 28 m in den Spree-Talauen bis zu 80 m in den westlichen Waldgebieten.
Welcher Bezirk Berlins liegt am niedrigsten?
Die niedrigsten Lagen befinden sich in Spandau und Köpenick, wo das Gelände auf ca. 28 m absinkt.
Gibt es in Berlin Hochwasserrisiko?
In den Niederungen entlang von Spree und Havel besteht bei Starkregenereignissen erhöhtes Überschwemmungsrisiko.
Warum liegt Berlin so flach?
Berlin liegt im Berliner Urstromtal, das vor ca. 12.000 Jahren durch Schmelzwasserströme geformt wurde.
Wie hoch ist der Luftdruck in Berlin?
Bei 34 m liegt der Luftdruck bei ca. 1009–1013 hPa – nahezu identisch mit dem Normaldruck auf Meereshöhe.